HOMEAktivprogrammKlettern für die ganze Familie

Klettern für die ganze Familie

Auf zum neuen Kinderklettersteig mit Hochseilgartenelementen!

Der im Juli 2015 eröffnete Kinderklettersteig ist perfekt geeignet um Spaß, Sport und Spannung miteinander zu vereinen. Sehr beliebt ist der Aufstieg von Mayrhofen zum Gasthaus Zimmereben besonders bei Familien und bei Gästen die den Klettersport kennen lernen möchten.

Die Herausforderung bei der Planung des Steigs war es die Hochseilgartenelemente in den Fels und inmitten der massiven Bäume zu gestalten. Bergführer und Hochseilgartenbauer haben die Planung mit einem Geologielehrer aus dem Zillertal übernommen und einen einzigartigen Klettersteig gestaltet.

Bereits Kinder mit einer Größe ab 1,10m können die Felsen erklimmen. Die Sicherungshöhen sind niedriger als normal, damit sich jedes Kind eigenständig sichern und umhängen kann und es gibt mehr Tritte und Metallstufen damit sich jedes Kind sicher fortbewegen kann.

Das optimal gewählte Gelände unterhalb des Gasthof „Zimmerben“ gewährt, dass die Kinder nicht überfordert werden. Auf der Skala der Schwierigkeitsgrade ist B (normalerweise geht diese bis E) das Maximale.
Der Weg hinauf führ auch vorbei an wilden Himbeer- und Brombeerstauden. Eine brüchige Wand wurde von den Planern umgangen und kann einfach über eine Leiter ausgelassen werden.

Auch pädagogisch hat der Klettersteig mit Hochseilgartenelementen viele Vorteile. Die Kinder lernen sich selbst einzuschätzen. Wenn sie sich einmal über eine schwierige Passage nicht aussehen, kann immer eine leichtere Variante gewählt werden. Es ist ein Erlebnis für die ganze Familie denn es stärkt das Familienbewusstsein und den Zusammenhalt.

 

 Klettersteig

Was beim Klettern zu beachten ist

Vor Euphorie sollte man nicht auf die Sicherheit vergessen und Regeln einhalten, um seine eigene und die des Partners zu schützen. Hier die wichtigsten Punkte, die unbedingt beachtet werden müssen:

1. Sicher Sichern…ist das oberste Gebot beim Alpinklettern. Es muss immer das eigene und vertraute Sicherungsgerät verwendet werden. Sollte man ein anderes ausprobieren, dann nur unter Aufsicht und vorhergehender Einschulung in das neue Gerät. Es darf kein Schlappseil beim Sichern des Vorsteigers verwendet werden und sollte er den ersten Haken noch nicht geklippt haben, dann ist ein Spotten bzw. Auffangen bei einem Sturz unbedingt notwendig. Die meisten Kletterer unterschätzen beim Top-Rope oder Nachstieg klettern die Seildehnung ihres Seils. Die ersten fünf Meter muss das Seil richtig gut gespannt sein, damit ein Aufprall auf den Boden verhindert werden kann.

2. Regelmäßige Kontrolle der Ausrüstung. Das Um und Auf ist der Check der gesamten Kletterausrüstung. Sollte mal ein Karabiner oder ein Sicherungsgerät auf den Boden fallen, bitte unbedingt kontrollieren, ob das Gerät noch einsatztauglich ist und keine Schäden aufweist. Bei den leichten Materialien können sehr schnell Haarrisse entstehen. Dann sollte unbedingt die Ausrüstung getauscht werden. Die Seillagerung im Auto oder auch zu Hause sollte gewissenhaft gemacht werden, Rückstände von Öl oder sonstigem Schmutz können das Seil stark beschädigen und sind nicht mehr einsatztauglich.

3. Knoten am Seilende. Schon zu oft sind gravierende Fehler beim Klettern passiert, weil am Seilende kein Knoten gemacht wurde. Drei Knoten am Seilende verhindern das Durchrutschen des Seils beim Abseilen eines Kletterers, falls das Seil zu kurz sein sollte.

4. Partnercheck. Ausrüstungscheck kann Leben retten! Bevor in einen Felsen eingestiegen wird, muss ein Partnercheck gemacht werden. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – schließlich geht es um dein Leben! Es sollen die Karabiner des Sicherungsgerätes, das Sicherungsgerät selbst, der Gurt usw. vom Kletterkollegen noch einmal kontrolliert werden. Oftmals ist man selbst beim Einbinden gedanklich schon einen Schritt weiter, sodass leicht Fehler passieren, die fatal enden könnten.

5. Aufwärmen vor dem Klettern. Wie bei jeder Sportart ist es äußerst wichtig, die Muskeln und Sehnen aufzuwärmen, damit der Körper elastischer wird. Am besten eignet sich hierfür ein Terraband. Durch warme Muskeln verhindert man die Verletzungshäufigkeit.

6. Alpine Gefahren beachten. Auch in einem Klettergarten kann es Steinschlag geben. Deshalb ist es sehr wichtig, immer gut auf das was über dir ist, im Auge zu behalten. Das Wetter in den Alpen kann sich von einer zur anderen Minute schlagartig ändern, auch das muss man jederzeit beachten.

 

Viel Spaß beim Klettern!